Reaktionszeit-Test

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Reaktionszeit trainieren — was sich verbessert und was kaum

Wiederholtes Üben, Antizipationstraining, Action-Spiele und Lebensgewohnheiten: Methoden zur Verbesserung der Reaktionszeit und ihre Grenzen — mit Studienergebnissen.

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Die Reaktionsgeschwindigkeit ist zum Teil angeboren, doch die Messwerte ändern sich mit Übung und Tagesform deutlich. Man sollte allerdings genau unterscheiden, was sich tatsächlich verbessert.

Der Gewöhnungseffekt

Dass sich die Werte in den ersten Serien schnell verbessern, ist meist ein Effekt der Gewöhnung an die Aufgabe. Sie lernen die Form des Signals und die Spanne der Wartezeit kennen, und die Fingerhaltung pendelt sich ein. Ist diese Phase vorbei, lässt sich die einfache Reaktionszeit durch Übung meist nicht mehr stark verkürzen.

Wahlreaktionen profitieren stark von Übung

Wahlreaktion und Go/No-go mit ihrer Entscheidungsphase verbessern sich durch Übung deutlich stärker. Wird die Verknüpfung von Signal und Reaktion automatisiert, verkürzt sich die Entscheidungszeit. Nach demselben Prinzip trainieren Sportler bestimmte Spielsituationen immer wieder.

Action-Videospiele

Dye, Green und Bavelier (2009) fassten Studien zusammen, wonach Menschen, die gern Action-Videospiele spielen, tendenziell schneller reagieren, ohne an Genauigkeit einzubüßen. Wiederholte Erfahrung in Umgebungen, die schnelle Entscheidungen verlangen, kann also die Verarbeitungsgeschwindigkeit beeinflussen.

Antizipation und Aufmerksamkeit trainieren

Lebensgewohnheiten

Ausreichend Schlaf bestimmt weniger den Mittelwert als vielmehr die Stabilität der Reaktionszeit. Moderates Koffein kann vorübergehend helfen, ersetzt aber keinen Schlaf. Zahlreiche Studien zeigen zudem, dass regelmäßige Bewegung hilft, die kognitiven Funktionen insgesamt zu erhalten.

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Quellen

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